www.hobbygarten.de

hobbygarten.de

 

© Eva Schumann
Freising

 

 

 

 

 

Heckenschnitt - warum, wann und wie?

Hecke schneiden
- warum, wann und wie?

Formhecke  Freiwachsende Hecke (Sträucher/Gehölze schneiden)

Heckenschnitt bei der Formhecke

Formhecken müssen regelmäßig geschnitten werden, damit sie einerseits von oben bis unten dicht werden und bleiben und andererseits damit sie nicht zu groß und/oder zu breit werden. Die Form sollte trapezförmig sein - d. h. unten ein wenig breiter als oben sein, damit auch die unteren Regionen vom Sonnenlicht profitieren: Eine 2 Meter hohe Hecke sollte unten schon etwa 80 cm breit sein und kann sich nach oben auf etwa 40 cm Breite verjüngen. Damit die Hecke gleichmäßig hoch wird, empfiehlt es sich, zur Orientierung eine Schnur sehr straff zwischen zwei Pfosten auf der Höhe zu spannen, die die Hecke hinterher haben soll. Schwieriger ist es für den Laien, die schrägen Seiten gleichmäßig hinzubekommen - hilfreich kann ein Holzrahmen sein, den man an der Stirnseite befestigt und parallel dazu schräg in den Boden gesteckte Pfosten.

Sommergrüne Laubgehölze - Pflanzschnitt, Heckenschnitt, Verjüngungsschnitt - wann schneiden, wie schneiden

Sommergrüne Laubgehölze werden im Allgemeinen vor dem Pflanzen im Frühjahr eingekürzt (beim sogenannten Pflanzschnitt ein Drittel bis Hälfte des Haupttriebes wegnehmen). Die meisten strengen Formhecken aus laubabwerfenden Laubgehölze werden später regelmäßig im zeitigen Frühjahr bei frostfreier Witterung bis Mitte März (Frühjahrsschnitt) und/oder Ende Juli (Sommerschnitt) geschnitten. Der Frühjahrsschnitt ist besonders gut, um das Austreiben und das Dichtwerden anzuregen. Der Sommerschnitt dient hauptsächlich dazu, die Hecke in Form zu halten.

Kirschlorbeer, Zierkirsche, Zierpflaume, Zierquitte: Als Frühblüher werden der Kirschlorbeer, die Zierkirsche, die Zierpflaume und die Zierquitte werden nach der Blüte geschnitten.

Laubabwerfende Berberitze, Buche, Weißdorn: Die laubabwerfende Berberitze, die Buchenhecke sowie die Weißdornhecke werden im August/September geschnitten.

Falscher Jasmin: Falscher Jasmin Philadelphus wird nach der Blüte geschnitten.

Hainbuche: Die Hainbuche Carpinus wird zweimal - im Mai und im August geschnitten.

Hinweis: Für den Sommerschnitt gibt es, um brütende Vögel zu schützen, in vielen Bundesländern vorgeschriebene Termine.

Werden Hecken - vor allem in den ersten Jahren - nicht regelmäßig geschnitten, können sie von unten verkahlen - dadurch werden sie unschön und verlieren ihre Funktion als Sichtschutz. Verwahrloste Hecken kann man mit einem Verjüngungsschnitt (Rückschnitt um 20 bis 50 cm, je nach Pflanzenart) zu neuem Austrieb anregen. Größere Wunden werden anschließend mit einem Wundverschlussmittel behandelt.


 

zurück nach oben

Immergrüne Laubgehölzhecken und Nadelgehölzhecken - wann schneiden, wie schneiden

Immergrüne Laubgehölzhecken und Nadelgehölzhecken werden im Allgemeinen entweder im August/September oder im Frühjahr vor dem Austrieb Anfang März geschnitten.

Heckenkirsche: Die Heckenkirsche Lonicera wird nicht im zeitigen Frühjahr, sondern nach der Blüte im Mai und dann nochmal im August/September geschnitten.

Rhododendron: Rhododendron wird nach der Blüte geschnitten.

Immergrüne Berberitze: Die immergrüne Berberitze wird nur einmal im Jahr - im Juni - gekürzt und eventuell ausgelichtet.

Stechpalme: Stechpalme Ilex wird im Juni/Juli geschnitten.

Bei Nadelgehölzen muss man mit dem Schneiden immer im grünen Bereich bleiben, denn wenn man zu tief (ins Braune = altes Holz) schneidet, verkahlt die Hecke an dieser Stelle. Daher: regelmäßig schneiden und im grünen Bereich bleiben.

Für den Form-Heckenschnitt gibt es mechanische Heckenscheren, Akku-Heckenscheren, elektrische Heckenscheren (für starke Menschen auch mit Teleskop-Verlängerung) und Motorheckenscheren (benzinbetriebene Profigeräte).

Falls Sie die Arbeit nicht selbst machen möchten -> Fachfirma.de
Mehr zu ->
Hecken - Sichtschutz und Struktur im Garten (Verwendung von Heckenpflanzen)


 

zurück nach oben

Freiwachsende, gemischte Hecke schneiden, Sträucher schneiden

Bei der freiwachsenden Hecke hat der Schnitt das Ziel, die Form, Gesundheit und Blühwilligkeit der einzelnen Gehölze zu erhalten. Der Schnitt unterscheidet sich nicht wesentlich vom normalen Schnitt dieser Gehölze, außer dass die Gehölze miteinander in der freiwachsenden Hecke nicht nur arttypisch aussehen, sondern miteinander ein harmonisches Bild bieten sollen.

Der günstigste Zeitpunkt für den Schnitt ist der Winterausgang, wenn keine stärkeren Fröste mehr zu befürchten sind - also an milden Tagen Ende Februar /Anfang März. Ausnahme: Alle Frühjahrsblüher werden erst nach der Blüte geschnitten (würde man diese im Spätwinter/zeitigen Frühjahr schneiden, wären die Blüten weg).

Bei freiwachsenden Hecken werden Sträucher, die kaum Triebe von unten bilden, Immergrüne, Nadelgehölze und Zwerggehölze in der Regel gar nicht geschnitten.

Sträucher mit vielen Trieben aus der Basis, die sich im Spitzenbereich verzweigen (z. B. Haselnuss Corylus, Zierquitte Chaenomeles, Pfaffenhütchen Euonymus, Liguster Ligustrum, Blutjohannisbeere Ribes und Japanischer Schneeball), werden alle 2 bis 3 Jahre geschnitten, dabei werden ältere Triebe an der Basis herausgeschnitten und zu dicht stehende Schößlinge ausgelichtet.

Sträucher mit vielen Trieben aus der Basis, die sich eher im mittleren Bereich verzweigen (Berberitze, Berberis, Forsythie Forsythia, Falscher Jasmin Philadelphus, Spierstrauch Spiraea - viele Arten, Strauchrosen Rosa, Weigelie Weigelia, Wolliger Schneeball Virburnum), werden jährlich ausgelichtet, vergreiste Triebe und schwache Triebe werden unten an der Basis herausgeschnitten.

Sträucher mit wenig Basistrieben und Verzweigung im Spitzenbereich (Felsenbirne Amelanchier, Sommerflieder Buddleia, Zaubernuss Hamamelis) werden vorsichtig geschnitten: Zu dicht oder wirr stehender Triebe sowie schwache Triebe werden herausgenommen. Für mehr Dichte können ein- und zweijährige Triebe etwas eingekürzt werden.

Bei Großstäuchern wie Weißdorn Crataegus soll die natürliche Wuchsform durch maßvolles Auslichten von Trieben im Kroneninneren alle 2 - 4 Jahre unterstützt werden.

Ganz anders bei Halbsträucher wie den Spiräen Spiraea oder den Beet- und Hochstammrosen: Sie werden im späten Frühjahr radikal auf die Grundtriebe oder bis auf kurze Stummel (Sommerflieder Buddleja, Rispenhortensie Hydrangea) knapp über dem Boden zurückgeschnitten.

Immergrüne Laubgehölze wie Berberitze Berberis, Buchsbaum Buxus, Mispel Cotoneaster, Spindelstrauch Euonymus, Lorbeerkirsche Prunus laurocerasus etc. benötigen nur zu Anfang einen Aufbauschnitt, ansonsten muss man sie nur nach Frostschäden im zeitigen Frühjahr zurückschneiden.

Baumförmig wachsende Nadelgehölze (Fichte Picea, Tanne Abies, Douglasie Pseudotsuga, Kiefer Pinus) werden in einer freiwachsenden Hecke überhaupt nicht geschnitten. Will man buschig wachsende Nadelgehölze wie Thuje Thuja, Schein-Zypressen Chamaecyparis, Eibe Taxus klein und kompakt halten, kann man das (wie bei der Formhecke) durch regelmäßiges Schneiden der Triebspitzen erreichen.

Als Werkzeuge dienen Astscheren und Baumsägen für dickere Äste und Gartenscheren für dünnere Triebe. Achten Sie auf scharfes Werkzeug. Größere Wunden werden mit Wundverschlussmittel behandelt.

Falls Sie die Arbeit nicht selbst machen möchten -> Fachfirma.de
Mehr zu ->
Hecken - Sichtschutz und Struktur im Garten (Verwendung von Heckenpflanzen)

 

zurück nach oben

zurück zu Gartenberatung (Gartenlexikon) von A bis Z

.

[home] [Garten-Nachrichten] [Neue Pflanzen] [Probleme im Garten] [Gartenbücher] [Garten-Software] [Gartenberatung] [Kräuter] [Heckenschnitt] [Garten-Forum] [Garten-Vereine] [Gartenlinks] [Kontakt|Impressum|Disclaimer|Datenschutz]

Gartenprobleme - Was tun? - klick hier